15
Jul

Dem Datenschutz ist genüge getan

Wie Golem mitteilt, haben sich Google und Viacom nach heftigen Protesten von Datenschützer-Seite darauf geeinigt, dass Google zwar Daten zum Nutzerverhalten der You-Tube-User, nicht aber deren persönlichen Daten herausgeben muss, wie es gerichtlich festegelegt worden war.

In der Einigung heißt es:

Wenn die Daten aus der Logging-Datenbank nach Gerichtsbeschluss übergeben werden, soll der Beklagte die Angaben in den Feldern Nutzer-ID, IP-Adresse und Besucher-ID unter Beibehaltung der Eindeutigkeit ersetzen

13
Jul

Web 2.0…The Machine is Us/ing Us

Ich bin gerade über dieses Video gestolpert, das wirklich sehenswert ist…sehr inspirierend.

Lizensiert unter Creative Commons, daher hier eingebunden ;).

08
Jul

Kein Youtube mehr…

Nachdem ich ja bereits peinlichst darauf achte, keine Bilder Bilder von Urhebern mehr zu benutzen, die noch nie etwas von Creative Commons gehört haben, wird es jetzt bei mir auch keine (oder fast keine) Youtube-Videos mehr geben.

Denn natürlich hat Don Alphonso Recht, wenn er schreibt, dass man nicht einfach so jedes Material frei verwenden darf, nur weil es bei Youtube zur Verfügung gestellt wird. Und selbstverständlich wird ein geschütztes Musikstück nicht zur Creative Commons, weil irgendein Dödel es in seinem wackeligen Urlaubsvideo verwendet oder zur Untermalung einer Fotoslideshow nutzt - vielleicht auch noch von Bildern, die ebenfalls vom Urheber nicht frei gegeben sind.

Aber schadet so etwas der Musikindustrie wirklich? Wohl kaum. Denn der Urlaubsvideodreher wird wohl keine Lizenzen beim Musikproduzenten erwerben, sondern eher auf eine musikalische Untermalung verzichten. Und den ganzen Hobby-Video-Clip-Drehern, die zu Musikstücken mehr oder weniger professionell ihre eigenen Videos “produzieren”, sollte die Musikindustrie doch eher dankbar sein, denn auf diese Weise wird doch eine Band oder ein Künstler bis in die letzten Enden des Longtails bekannt gemacht…welche Gewinne entgehen der Musikindustrie dadurch? Mal ehrlich, wer ein Stück wirklich “haben will”, der lädt es sich wahrscheinlich irgendwo als MP3runter (legal oder illegal). Es gibt wohl kaum Menschen, die sich ewig an einem schrammelig vertonten Youtubevideo ergötzen…

Und welcher Schaden entsteht Viacom, wenn Programme unautorisiert bei Youtube eingestellt werden? Viacom führt mehr als 160.000 unautorisierte Clips von eigenen Programmen an, die über YouTube angeboten werden und zusammen mehr als 1,5 Millionen Mal heruntergeladen wurden (Golem). Aber was steckt dahinter? Doch nur, dass da jemand etwas aus einem Fernsehprogramm aufgenommen und ins Internet gestellt hat. Selbst wenn es sich um einen Pay-TV-Kanal handelt, kann der Schaden ja wohl nicht so immens sein, dass man ihn mit mehr als eine Milliarde US-Dollar beziffern könnte. Das enstpricht über 6000 Dollar pro Clip. Wo ist denn da die Basis? Etwas die Einnahmen, die Viacom gehabt hätte, wenn sie Lizenzgebühren für die Clips kassiert hätten? Einfach absurd.

Naja, aber jetzt ist es eben aus. Denn per Gerichtsbeschluß wurde angeordnet, dass Google (also der Besitzer von Yutube) dem US-Medienkonzern alle Logfiles von Youtube inklusive der IP-Adressen und Login-Namen der Nutzer herausgeben muss - insgesamt 12 Terabyte (siehe Heise)! Damit wird dann jeder Youtube-Nutzer zum verfolgbaren potentiellen Straftäter degradiert. Datenschutz adé.