01
Aug

Lieber s(c)our als cuiool

Kurz vor dem mit lautem Trommelwirbel angekündigten und von “buh”-rufenden Chören gefolgtem Launch “der größten Suchmaschine der Weltcuil startet am 14. Juli auch noch ein weitere Suchmaschinen-Projekt: Scour.

Dieses Projekt kam viel leiser daher und scheint gerade in Deutschland auch nicht so große Wellen geschlagen zu haben wie Cuil. Schade eigentlich. Denn Scour verspricht etwas fast unglaubliches: Mit seinen alltäglichen Suchen im Netz Geld zu verdienen!

Scour integriert die Suchergebnisse von Google,Yahoo und MSN mit User-Bewertungen. Jeder Suchende kann nämlich die einzelnen Ergebnisse, die Scour liefert, hinsichtlich ihrer Relevanz für seine Suche bewerten. Zusätzlich bietet Scour auch die Möglichkeit, Kommentare zu den Results zu hinterlassen, die späteren Suchenden die Arbeit erleichern können.

Und jetzt müßte eigentlich der Trommelwirbel kommen…

Man verdient damit Geld! Mit jeder Suche, mit jeder Bewertung und mit jedem Kommentar sammelt man als registrierter Nutzer Punkte, die ab einer bestimmten Menge in VISA-Geschenk-Karten getauscht werden können. OK, die Beträge sind am Ende minimalst. Aber wenn man ohnehin sucht, kann man ja eingentlich auch einige Centbruchteile damit verdienen…

Klingt zu gut um wahr zu sein. Daher mußte ich das Ganze erstmal ausprobieren. Und ich muss sagen: Es läuft! Die gelieferten Ergebnisse sind passend, teilweise sogar besser als bei Google alleine. Manchmal liefern eben MSN und Yahoo bessere Treffer. Auch der hochgelobte Google-Algorhitmus ist nicht perfekt. Die Rating-Funktion ist schnell zu bedienen (würde ich sicherlich sonst auch nicht machen) und ich muss mich mal selbst loben: ich habe auch schon viele Kommentare abgegeben. Bei wirklich guten Seiten kann man ja auch mal was dazu sagen…

Einziges Manko: ich habe noch nicht rausgefunden, wie man die Anzahl der Ergebnisseiten erhöhen kann (ja, das soll gehen). Mir werden nämlich zur Zeit nur drei angezeigt. Aber mal ehrlich: Wann klickt man sich auch weiter nach hinten? Und sonst habe ich ja auch noch das gute alte Google…bis ich Anwort auf meine Support-Anfrage bekomme.

Ach ja, finanziert wird das Ganze über Anzeigen - wie bei Google. Und scour hat nichts mit dem p2p-scour zu tun…sagen sie jedenfalls…

28
Jul

Wie cool ist Cuil?

Heute war es so weit: “Die größte Suchmaschine der Welt” (O-Ton Betreiber) nahm ihren Dienst auf. Cuil! Sprich “Cool”. Aber ist die wirklich cool?

Ich hatte den ganzen Hype eigentlich verpennt, wurde aber netterweise darauf aufmerksam gemacht, dass ich quasi den BigBang der Ära nach Google verpaßt habe. Wie konnte ich nur!

Also gleich mal auf zum coolen Cuil…

Erstmal: Das Layout ist zumindest nett. Das ist ja mal ein Versuch, modern zu sein. Wobei bei Smashingmagazine ja inzwischen schon fast die Totenglocken für den web2.0-Stil eingeläutet werden. Aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.

Dann zur Suchoberfläche…nachdem wir ja in diversen Statsitiken gerlent haben, dass die weiße Oberfläche von Google Unmengen von Energie verschwendet, hat sich Cuil für eine schwarze Oberfläche entschieden. Zumindest auf den ersten Blick. Denn auf den zweiten Blick werden die Suchergebnisse wieder in dunkler Schrift auf hellem Hintergrund präsentiert.

Aber es ist eher ein trüber Blick, den ich auf die Suchergebnisse erhasche. Es mag an den Einstellungen meines TFTs liegen, aber irgendwie erscheint mir die Schrift seltsam…unscharf? Schwer leserlich? Dumm gewählt? Ich denke, man hätte lieber etwas Konventionelleres als *blickinscsswerf* Calibri wählen sollen…wobei eben alle, die Calibri nicht auf ihrem Rechner haben, dank Arial einen besseren Durchblick haben dürften.

Ansonsten ist die seltsam dreispaltige Darstellung der Suchergebnisse auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber möchte man sich daran gewöhnen?

Und kommen wir zum Entscheidenden. Stellen wir die Gretchenfrage:

“Cuil, wie hälst du es mit den Suchergebnissen?”

An dieser Stelle würde ich jetzt lieber mal gar nichts sagen. Nur so viel: Ich habe nicht gedacht, dass Suchmaschinen so unterhaltsam sein können. Probiert es mal selbst aus!

Für Hintergründe zur “Größten Suchmaschine der Welt” *hüstel* empfehle ich Golem und Heise. Und lest auch die Kommentare. Teilweise schon sehr interessant, was sich Cuil so alles zusammensucht.

Allen, die auf der Suche nach eienr Alternative zu Google sind, empfehle ich mal einen Blick auf die “Top 25 Web 2.0 Search Engines“. Die meisten greifen zwar auf Google zurück, aber dort finden sich einige wesentlich kreativere Ansätze, als sie Cuil jetzt bietet.