Verdammt, ich hab den Toaster gefragt!
Nein, damit meine ich nicht, dass ich mit meinem Toaster spreche. Sondern dass er kaputt ist. Wir Geeks, Nerds, bleiche bloggende Computerkellermaden und vor allem Online-Gamer kennen ihen doch alle, diesen Ausdruck: “to frag” ['fræɡ]“. Etwas fraggen. Oder etwas gefragt haben.
Seltsam fand ich nur, als ich meine überhaupt nicht computerafine Kollegin auf einmal fluchen hörte “Verdammt, heute habe ich xyz gefragt.” Ist fraggen schon so umgangssprachlich geworden?!?
Und eben gerade fragte (<- hier ist das deutsche “Fragen” gemeint) ich mich, wie mein “gefragt” (<- vom englischen “Frag”) überhaupt schreibt, da ich in Twitter die Zeilen “Repariere gerade gefragte Internetseite” zwitschern wollte. Mit “g” oder mit “k”? Wie immer wußte The Allmighty G (nicht God, sondern Google) die Antwort. Gefragt wird mit “g” geschrieben.
Aber The Allmights G hat ja eine verhängnisvolle Affäre mit Tante Wiki(pedia) und platziert die Links zu ihrem Wissen immer ganz weit oben. Und Tante Wiki weiß ja immer alles. War ich bisher davon ausgegangen, dass “Frag” seinen Ursprung bei Ego-Shooter-Computerspielen als Synonym für “Kill” hat, habe ich jetzt folgendes gelernt:
Der Ursprung des Begriffs liegt in den Zeiten des Vietnamskrieges. Fragging bezeichnete das Töten oder Verwunden von eigenen inkompetenten Vorgesetzten mit Hilfe einer Splitter-Handgranate (engl. fragmentation grenade oder kurz frag-grenade oder frag), die nachts oder während eines Angriffs in ein Zelt oder einen Schützengraben geworfen wurde. Die Aktion wurde dann offiziell auf Feindbeschuss geschoben. Diese extreme Maßnahme stellte das letzte Mittel dar, um die eigene Einheit vor einem Befehlshaber zu schützen, der seine Untergebenen durch Unfähigkeit oder Übermut gefährdete[2]. (Wikipedia)
Man lernt ja nie aus.
